GAT'LUZI, Bündner Herrschaft

Wer im beschaulichen, kleinen Winzerdörfchen Fläsch aufwächst und von den Eltern ein Weingut im Rücken spürt, der kann das schon mal als schweres Gewicht empfinden. Ob das für den jungen Heinz Kunz der Grund war, nach Abschluss der Winzerlehre eine völlig andere Richtung einzuschlagen und Kulturwissenschaften in Luzern und Berlin, Transdisziplinarität an der Zürich Hochschule der Künste zu studieren? Auf jeden Fall schuf es Freiräume. Ideen und Gedanken erhielten viel Platz.

Und mit diesem offenen, geweiteten Blick und akademischen Würden hat ihn dann doch die Lust am Weinmachen, am Verstehen, Betreuen und Kuratieren der vielzähliegen Zusammenhängen zwischen Boden, Rebe, Klima, Natur und Mensch gepackt. Seit Anfang 2020 ist er vollumfänglich für das Weingut der Eltern verantwortlich und beschliesst sogleich, auf biodynamischen Anbau umzustellen.

Warum? Es ist die Ganzheitlichkeit – wie in der Musik oder der Kunst- mit den vielen kleinen und grossen Dingen, die sich gegenseitig beeinflussen, ergänzen, zusammenfügen, was für Heinz Kunz und für die Biodynamie spricht.

Die Umstellung braucht Zeit. Es ist ein Prozess, der dauert. Nicht für die Zertifizierung (2023 ist es soweit), sondern vor allem für den Winzer, für die Reben, für die Weine und die vielen Ideen, Weingenuss unkompliziert erlebbar zu machen.

Und trotzdem scheint davon in seinen Weinen schon einiges angekommen zu sein. Sie sind spontan vergoren, schmecken saftig, pointiert, unmaskiert. Irgendwie unaufgeregt, und stecken aber doch voller Spannung.

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